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Ungleichgewichte und die Finanzkrise – Teil 1: Volkswirtschaftliche Theorien und Realität

Nov 2016

Für die Finanzkrise 2008 und den heutigen Zustand der Weltwirtschaft gibt es bereits zahlreiche Erklärungsversuche. Viele Ansätze liefern partiell einen wichtigen Beitrag, verfehlen unseres Erachtens aber oft den Kern des Problems:

Das volkswirtschaftliche Kreislaufsystem funktioniert nicht mehr, weil lokale und globale Ungleichgewichte einen Zirkulationsstau verursachen.

In einer zehnteiligen Beitragsserie möchten wir diese Ungleichgewichte beleuchten, indem wir die Situation der einzelnen Akteure analysieren. Aus makroökonomischer Sicht sind dies private Haushalte, Unternehmen, Zentralbanken und der Staat.

 

Beginnen möchten wir, indem wir die herrschende volkswirtschaftliche Theorie mit der wirtschaftlichen Realität vergleichen.

1. Volkswirtschaftliche Theorien und Realität

Die Situation der Haushalte und Unternehmen
2. Ungleichheit und Sparschwemme der Haushalte
3. Sparschwemme der Unternehmen
4. Ungleichheit und Schulden
5. Sparschwemme und Handelsbilanzen

Die Rolle der Zentralbanken
6. Sparschwemme, billige Kredite und Vermögenspreise
7. Quantitative Easing (QE) und das Bankensystem
8. Zentralbank-Reserven und Geldschöpfung

Die Rolle des Staates
9. Die Auswirkungen von Staatsschulden
10. Deregulierung, Kreditvergabe und Inflation

 

Kernaussagen:

  • Zahlreiche Annahmen der Volkswirtschaftslehre waren und sind in wichtigen Bereichen falsch
  • Der Finanzsektor wurde im volkswirtschaftlichen Kreislaufsystem nicht ausreichend berücksichtigt

 

Im Jahr 2008 fragte die britische Königin Elisabeth II. bei einer Veranstaltung der London School of Economics die anwesenden Ökonomen: „Why didn’t you see it coming?“. Sie meinte mit „it“ die gerade wütende Finanzkrise. Offensichtlich hatten ökonomische Modelle Grundlegendes nicht berücksichtigt oder falsche Annahmen getroffen.

Die Volkswirtschaftslehre hat in den letzten Jahrzehnten die Ambition entwickelt eine Naturwissenschaft zu sein. Feststehende, mathematische Modelle sollten ökonomisches Verhalten im Detail erklären können. Seit der Finanzkrise ist aber klar geworden, dass die Volkswirtschaftslehre doch zu den Sozialwissenschaften gehört und die Mathematik damit in vielen Fällen fehl am Platz ist.

Wolfgang Stützel (Autor des Buchs „Volkswirtschaftliche Saldenmechanik“) unterscheidet zwischen komplizierten Verhaltensannahmen und trivial-arithmetischen Größenbeziehungen. Viele Verhaltensannahmen berücksichtigen diese arithmetischen Größenbeziehungen aber nicht.

Wir müssen also im Kant’schen Sinne fragen: Was können wir wissen?

1. Volkswirtschaftliche Gegebenheiten

Wissen können wir, dass die Volkswirtschaft ein Kreislaufsystem ist.

In diesem Kreislaufsystem dienen private Haushalte ihre Arbeitskraft den Unternehmern an und erhalten dafür Löhne und Gehälter. Die Unternehmen produzieren mit dieser Arbeitskraft die Waren und Dienstleistungen (ANGEBOT), die wiederum von den privaten Haushalten konsumiert werden (NACHFRAGE).

Enorme Bedeutung kommt dabei den volkswirtschaftlichen Ersparnissen zu.

Waren und Dienstleistungen (GÜTER), die eine Volkswirtschaft in einem Kalenderjahr produziert, aber NICHT verbraucht (NICHT konsumiert), gelten als volkswirtschaftliche Ersparnis. Dazu zählen beispielsweise im Geschäftsjahr selbst produzierte Maschinen oder Lagerbestände. Da diese „gesparten“ Güter aber für den Konsum in der Zukunft zur Verfügung stehen, stellen diese Ersparnisse auch eine volkswirtschaftliche Investition dar.

Zu einer Bruttoersparnis und damit Bruttoinvestition im volkswirtschaftlichen Sinne kommt es, wenn neues Realkapital (Ausrüstungen, Gebäude, Lagerbestände, etc.) geschaffen wird. Zur Berechnung der Nettoinvestitionen müssen davon die Abschreibungen abgezogen werden.

2. Irrungen der Volkswirtschaftslehre

In einer modernen Volkswirtschaft mit einem Finanzsystem zählen zu den Ersparnissen EINES Sektors (Haushalte oder Unternehmen) oder EINES Teilsektors (zum Beispiel arme oder vermögende Haushalte) aber auch monetäre Ersparnisse in Form von Finanzvermögen, also Geld und Wertpapiere.

Bisher wurden die monetären Ersparnisse und der Finanzsektor in der herrschenden Lehre aber nur unzureichend berücksichtigt. Der herrschenden Lehre liegen folgende Annahmen zu Grunde:

  • Exogene Geldmenge, Neutralität des Geldes und „Loanable Funds“ Theorie
  • Saldenausgleich von Forderungen und Verbindlichkeiten und das Ausblenden des Spar-Paradoxons

Wir wollen diese beiden Annahmeblöcke näher betrachten:

2. A. Exogene Geldmenge, Neutralität des Geldes und „Loanable Funds“ Theorie

Geld stellt eine Form von monetären Ersparnissen dar.

Die Theorie: Die Geldmenge wird in der Lehre durch die Zentralbank bestimmt, also von außen (exogen) vorgegeben und ist weitestgehend starr. Die Zentralbank kann die Geldmenge aber ändern, um die Wirtschaft monetär zu steuern. Geld stellt nach dieser Lehre ein knappes Gut dar und unterliegt den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Gibt es kurzfristig zu viele Sparer, sinkt der Zinssatz. Sinkt der Zinssatz, steigt nach der Loanable Funds Theorie aber zwangsläufig die Kreditnachfrage an. Das Geschäftsbankensystem als Mittler transferiert dieses „überschüssige“ Geld dann als Kredit an die willigen Kreditnehmer, die damit Investitionen oder Konsumausgaben finanzieren. Die durch die Kreditaufnahme erhöhte Kaufkraft des Schuldners wird so durch die verminderte Kaufkraft des Gläubigers – verursacht durch Kreditvergabe – in gleichem Maße neutralisiert. Geld und Kredit spielten für die herrschende Volkswirtschaftslehre daher bisher keine große Rolle.

Als diese Theorien entwickelt wurden, war die Struktur des Bankensystems eine andere als heute. Die Verbindlichkeiten der Geschäftsbanken bestanden hauptsächlich aus Sichteinlagen der Kunden, ihre Vermögenswerte hauptsächlich aus Krediten und landeseigenen Staatsanleihen. Zudem war die Geldschöpfung der Geschäftsbanken durch die Bindung an die Goldmenge („Goldstandard“) oft begrenzt. Das Geldangebot war relativ unelastisch. Geld konnte nicht ganz zu Unrecht als ein verhältnismäßig knappes Gut bezeichnet werden. Dies spiegelte sich auch in den oben dargestellten Annahmen der Volkswirtschaftslehre wider.

Die Realität: Im Laufe der Zeit hat sich die Struktur des Bankensystems deutlich verändert. Die Veränderungen setzten bereits vor etlichen Jahrzehnten ein. Die Kreativität der Geschäftsbanken und laxere Regulierungen führten zu einer Verlängerung der Geschäftsbankbilanzen. Neben Sichteinlagen der Kunden emittierten Geschäftsbanken nun eigene Wertpapiere (zusätzliche Verbindlichkeiten). Neben Krediten und Staatsanleihen wurde nun weiteres Finanzvermögen angehäuft (zusätzliche Vermögen der Bank). Die Folge war eine Ausweitung der Geldmenge, die nicht von der Zentralbank exogen geschaffen wurde, sondern vom Geschäftsbankensystem (endogen) selbst.

Ermöglicht wurde dies auch durch die Aufgabe des Goldstandards. Als US-Präsident Richard Nixon 1971 die internationale Gold-Konvertierbarkeit des US-Dollars aufhob, der bis dato als Anker des weltweiten Finanzsystems („Bretton Woods“) fungierte, legte er damit die Geldschöpfung nahezu vollständig in die Hände der privaten Geschäftsbanken und machte die Geldmenge elastisch. Vergrößert wurde deren Geldschöpfungspotential noch durch die weitgehende Abkehr der Zentralbanken von der Geldmengensteuerung über die Mindestreserveanforderungen und weitere Deregulierungsmaßnahmen.

In einem Umfeld wie den 1970er-Jahren mit starken Gewerkschaften und einem hohen Lohnanteil an der Wirtschaftsleistung (dem BIP oder anderen vergleichbaren Aggregaten), führte diese neue Elastizität des Geldangebots zwangsläufig auch zur Inflation der Güterpreise. Im Umfeld einer angebotsorientierten Wirtschaftspolitik, wie wir sie seit den 1980er-Jahren haben, führt die Elastizität des Geldangebots aber hauptsächlich zu exzessiven Investitionen und zur Inflation der Vermögenspreise. Die Elastizität des Geldangebots ermöglicht es überschwänglichen Marktteilnehmern in einer globalisierten Welt durch erhöhte Kreditnachfrage monetäre Schocks („Monetary Shocks“) und globale Geldtsunamis auszulösen. Die nationalen Zentralbanken haben die Kontrolle über die globalisierte Kreditvergabe durch Geldmengensteuerung weitestgehend verloren. Insbesondere wird dies in einem deflationären Umfeld deutlich, wenn die Zentralbanken versuchen, die Geldmenge und Kreditvergabe auszuweiten („Pushing on a string“).

Unser heutiges Geldsystem ist ein Kreditsystem. Rund 95 Prozent der eng definierten Geldmenge (M1) sind Giralgeld, also Kontoguthaben (Buchgeld) von Sparern bei einer Geschäftsbank. Jede Geschäftsbank kann nahezu unbegrenzt neues (Buch-) Geld schaffen, indem sie einen Kredit (Vermögen der Bank) vergibt und das entsprechende Guthaben (Verbindlichkeit der Bank) dafür auf das Konto des Kreditnehmers bucht. Reserven bei der Zentralbank braucht sie dafür kaum und bestehende Reserven kann sie auch nicht an den privaten Sektor verleihen (dazu mehr im achten Teil).

Neugeschaffenes Geld kann daher die Kaufkraft des Schuldners erhöhen, ohne dass es zwangsläufig die Kaufkraft der Sparer einschränkt. Dies aber nur, falls sich potentielle Schuldner entscheiden, bei niedrigeren Zinsen auch wirklich einen Kredit aufzunehmen und die Geschäftsbank sie auch für kreditwürdig hält. Ein niedrigerer Zinssatz mündet also nicht zwangsläufig in einer höheren Kreditaufnahme. Und eine erhöhte Kreditaufnahme mündet auch nicht zwangsläufig in höheren Zinsen. Die durch die Kreditaufnahme erhöhte Kaufkraft des Schuldners wird also nicht durch eine verminderte Kaufkraft des Gläubigers ausgeglichen. So kann eine exzessive Kreditvergabe stattfinden, ohne dass sich der Exzess am Preis des Geldes, also am Zinssatz, zeitnah ablesen lässt. Eine mögliche Blasenbildung in den Investitions- und Konsumgütermärkten oder bei Vermögenwerten lässt sich daher nicht unmittelbar feststellen.

Dies steht in krassem Gegensatz zu den Annahmen in der volkswirtschaftlichen Lehre, die bis zur Finanzkrise vorherrschend war.

2. B. Saldenausgleich von Forderungen und Verbindlichkeiten und das Paradoxon des Sparens

Wertpapiere stellen eine andere Form monetärer Ersparnisse dar.

Die Theorie: Legt ein Haushalt seine Ersparnisse in Aktien oder anderem Eigenkapital an, so hält er als Anteilseigner einer Firma auch indirekt Anteile am Realkapital (Ausrüstungen, Gebäude, Lagerbestände, etc.), das diese Firma ihr Eigentum nennt. Das derartige Finanzkapital des Sparers spiegelt lediglich sein Eigentum am Realkapital wider, das ja bereits in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung erfasst wurde. Das Unternehmen ist im volkswirtschaftlichen Sinne „Schuldner“ des Sparers. Das Unternehmen schuldet dem Sparer das Realkapital und die daraus erzielten Gewinne. Es entsteht also bei dieser Anlage der Ersparnisse in Eigenkapital (Aktien, etc.) ein Gläubiger-Schuldner-Verhältnis.

Legt der Haushalt seine Ersparnisse in festverzinslichen Wertpapieren oder anderem Fremdkapital an, so wird er damit auch nach zivilrechtlicher Definition Gläubiger. Ihm steht immer der Emittent des Wertpapiers als Schuldner gegenüber.

Dasselbe gilt, wenn die Ersparnisse auf einem Konto („Einlagenkonto“) bei einer Geschäftsbank „angelegt“ werden. Den Guthaben bei den Geschäftsbanken (Einlagen, etc.) stehen im Bankensystem rechnerisch immer Verbindlichkeiten (Kredit, etc.) anderer Bankkunden oder Marktteilnehmer in derselben Höhe gegenüber. Jeder emittierte Geldschein als Verbindlichkeit der Zentralbank stellt in der Kasse der Geschäftsbanken oder beim Sparer „Guthaben“ dar.

Derartige Finanzvermögen und Schulden gleichen sich also in einem Währungssystem (wie beispielsweise dem Euro) vollständig aus. Der Saldo aus Finanzvermögen und Schulden ist immer Null. Allen Schuldnern stehen direkt (bei festverzinslichen Wertpapieren) oder indirekt (beim Geld über das Bankensystem) in der gleichen Höhe Gläubiger gegenüber.

Hier müssen wir kurz ausschwenken und festhalten: Geld und festverzinsliche Wertpapiere sind für die einen Finanzvermögen, für andere aber sind sie Verbindlichkeiten oder Schulden. Wer sagt, dass es auf der Welt zu viele Schulden gibt, sagt implizit damit auch, dass es auf der Welt zu viel Finanzvermögen gibt. Es ist ein und dasselbe.

Im Glauben an die Neutralität des Saldenausgleichs wurde die Verteilung der Finanzvermögen und Schulden von der Lehre bisher weitestgehend ignoriert.

Die Realität: Die Neutralität des Saldenausgleichs von Finanzvermögen und Schulden ist aber eine Illusion. Denn auf deren Verteilung kommt es durchaus an! Die Verteilung der Vermögen steht nämlich im direktem Zusammenhang mit einer wichtigen volkswirtschaftlichen Variable: der Sparneigung. Diese beschreibt die Willigkeit und Fähigkeit einen gewissen Anteil seines Einkommens nicht zu konsumieren, sondern zu sparen. Und diese Sparneigung beeinflusst die oben erwähnte Sparquote einer Volkswirtschaft.

Eine hohe und ansteigende Vermögensungleichheit, also eine extreme Verteilung von Finanzvermögen und Schulden, sind ein Indiz dafür, dass einige wenige Haushalte in der Vergangenheit eine sehr hohe Sparneigung hatten. Ein Haushalt kann aber nur dann einen hohen Anteil seines Einkommens sparen, wenn das Einkommen selbst hoch ist und nicht gesamtheitlich für die notwendigen Lebenshaltungskosten aufgewendet werden muss. Die Sparneigung der oberen Einkommensschichten muss zwar nicht zwangsläufig hoch sein. Anstelle zu sparen, könnten diese Haushalte beispielsweise mehr Luxusgüter kaufen. Der empirische Befund deutet aber in eine andere Richtung. Haushalte tätigen ab einem bestimmten Einkommensniveau kaum zusätzliche Konsumausgaben, weil sie alle gewünschten Güter bereits erworben haben. Wenn die Sparneigung der „oberen Zehntausend“ mit einer extremen Einkommens- und Vermögenskonzentration stark wächst, die Sparneigung der mittleren und unteren Einkommensschichten aufgrund ihrer fehlenden Sparmöglichkeit aber nahezu unverändert bleibt, steigt die Sparneigung der gesamten Volkswirtschaft insgesamt an. Nichtsdestotrotz kann die gesamtwirtschaftliche Sparquote in einem solchen Fall sinken, wenn sich die unteren und mittleren Einkommensschichten verschulden und ihre Sparquote damit negativ wird.

Für den Einzelnen mag eine hohe Sparneigung und die daraus resultierenden Ersparnisse zwar vorteilhaft sein, für die Volkswirtschaft als Ganzes aber sicherlich nicht. Es gilt das Paradoxon des Sparens („Paradox of Thrift“).

Um John Maynard Keynes‘ Beispiel zu zitieren: Ein heute „ersparter“ Restaurantbesuch von mir bedeutet eben nicht, dass der Gastwirt morgen mit zwei Restaurantbesuchen von mir rechnen kann – wie die Neoklassiker auch durch ihre Loanable Funds Theorie unterstellen.  Es bedeutet für den Gastwirt, dass ich ihn heute um seinen Umsatz und Gewinn bringe und er daher wahrscheinlich auch für morgen weniger Lebensmittel einkauft, Gasträume bereithält und Kellner einstellt. Da er die heutigen und morgigen Ausgaben nicht durch den Gewinn meines heutigen Besuchs finanzieren kann, muss der Gastwirt dafür auf seine Ersparnisse zurückgreifen, die dadurch sinken. Darüber hinaus sinken auch noch die Ersparnisse des Lebensmittelhändlers und des Kellners, die ich indirekt ebenfalls um ihre Umsätze und Ersparnisse bringe.

Der Vorsatz des Einzelnen mehr zu sparen führt letztendlich insgesamt zu weniger Ersparnissen in einer Volkswirtschaft und damit auch zu weniger Investitionen und einem niedrigeren Kapitalstock. Eine extrem hohe Sparneigung von Einzelnen aufgrund einer extremen Vermögens- und Einkommensungleichheit ist für eine Volkswirtschaft auf Dauer schädlich.

Der Saldenausgleich von Finanzvermögen und Schulden ist entgegen der volkswirtschaftlichen Lehre also nicht neutral. Die Verteilung der Schulden und Finanzvermögen hat nämlich gleichwohl einen Effekt auf wichtige volkswirtschaftliche Einflussgrößen und damit auch auf das volkswirtschaftliche Wachstum insgesamt.

Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Flexible menschliche Verhaltensweisen lassen sich nicht mit starren mathematischen Modellen in Übereinklang bringen. Die Volkswirtschaftslehre ist eine Sozial- und keine Naturwissenschaft. Wissen im Kant’schen Sinne können wir nur die Fakten und die hier diskutierten allgemeinen Zusammenhänge aus der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Diese sollte auch den bisher vernachlässigten Finanzsektor einschließen. Auf das Glauben im Kant’schen Sinne beschränken dürfen wir uns bei allem, was darüber hinaus geht. Zum reinen Glauben gehören auch viele der volkswirtschaftlichen Annahmen der letzten Jahrzehnte.

Die Auswirkungen dieser falschen Annahmen und Modelle zeigen wir in den nächsten Beiträgen dieser Serie.

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